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Sie haben über 320 Jahre auf dem Buckel, wurden aus echtem Untersberger Marmor geformt, versteigert und wieder in ihre Heimat zurückgeholt. Könnten die Zwerge aus dem Salzburger Zwergelgarten sprechen, ihre Geschichten wären wohl hollywoodreif. Doch auch ein Spaziergang von Zwergin zu Zwerg offenbart so manch kuriose Hintergründe.
Dann lassen Sie uns los starten und begeben Sie sich mit uns auf eine Reise durch die Zwergenwelt.
Wie unser Ziel genau heißt? Mirabellgarten Salzburg

Eingang zum Zwergerlgarten Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Eingang zum Zwergerlgarten
Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Die Zwerge sind los im Salzburger Zwergerlgarten Copyright: Tourismus Salzburg

Die Zwerge sind los im Salzburger Zwergerlgarten
Copyright: Tourismus Salzburg

Schlendert man durch den Garten fällt eines sofort auf. Die Farbenpracht der unterschiedlichsten Pflanzen und Blumen in exakter geometrischer Ausrichtung ist einfach unbeschreiblich schön.
Uns geht es oft so, wenn man das Tor zum Garten betritt, wird man von einer ganz eigenen Atmosphäre eingefangen. Es scheint plötzlich so, als würde sich die Welt langsamer drehen und alles Wichtige unwichtig erscheinen. Die ganze Aufmerksamkeit gilt einzig und allein dem traumhaften Farbenspiel. Man fühlt sich auf eine ganz eigene Weise ruhig und der Trubel, den man oftmals mit einem herumschleppt, scheint vergessen zu sein. Wahrhaftig fast magisch!
Ergeht es Ihnen dabei vielleicht auch so? Im Mirabellgarten könnte man stundenlang auf der Bank sitzen und die Zeit um sich herum einfach außer Acht lassen. Einzigartig!

Blick über den Mirabellgarten zur Festung Hohensalzburg Copyright: Tourismus Salzburg, Foto: Breitegger Günter

Blick über den Mirabellgarten zur Festung Hohensalzburg
Copyright: Tourismus Salzburg, Foto: Breitegger Günter

Aber wie gesagt, das ist noch lange nicht alles. Begibt man sich ein Stückchen weiter, tritt das Schloss Mirabell in Erscheinung. Sollen wir einen Blick ins Innere wagen? Vielleicht rennt uns ja Salzburgs Bürgermeister über den Weg, der in diesen Gemäuern seine Arbeit verrichten darf. Oder wir haben Glück und können einen kurzen Blick in den Marmorsaal werfen. Dieser zählt nämlich zu den schönsten Trauungssälen der Welt. In ihm haben schon Vater Leopold Mozart und seine Kinder Wolfgang und Nannerl musiziert. Heute finden hier regelmäßig Trauungen, Tagungen, Ehrungen, sowie auch SchlossKonzerte statt.

Vom Traum einer Hochzeit im Schloss Mirabell geht es nun weiter auf unserer Tour. Wir kommen am Pegasusbrunnen und an der Großen Fontäne vorbei, gehen weiter zur Orangerie, dem Rosengarten und dem Heckentheater bis wir unser Ziel endlich erreicht haben. Der Eingang zum Zwergerlgarten liegt direkt vor uns und schon begrüßen uns die ersten zwei Zwerge.

Es sind schon eigenartige Gesellen die einem da entgegenwinken, schelmisch grinsen, ein Huhn im Arm haben oder nachdenklich in den Himmel blicken. Sie hatten auch viel Zeit, um ihre Posen zu perfektionieren, denn die berühmten Zwerge aus dem Salzburger Zwergelgarten stammen aus dem ausgehenden 17. Jahrhundert. Ursprünglich aus edlem, weißen Marmor vom Untersberg gefertigt, haben die Jahrhunderte ihre Gewänder grau gefärbt. Das tut ihrer eigenwilligen Schönheit jedoch keinen Abbruch – ganz im Gegenteil wirken sie dadurch fast noch verwegener. Während wir also durch den Garten der Zwerge schlendern, stellen wir fest, dass offenbar jede Figur eine Aufgabe hat.
Welche Aufgabe zu wem gehört, das dürfen Sie selbst herausfinden!

Was ist das für eine Gesell im Zwergerlgarten? Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Was ist das für eine Gesell im Zwergerlgarten?
Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Eine Figur im Zwergerlgarten Copyright: Tourismus Salzburg

Eine Figur im Zwergerlgarten
Copyright: Tourismus Salzburg

Anfangs waren es 28 Zwerge, die aber im Zuge der Aufklärung aus dem Mirabellgarten verbannt und schlussendlich versteigert wurden. Ihren Wert für die Kulturgeschichte erkannte man erst mehr als hundert Jahre später. So kam es, dass 1919 Zwerge aus Gärten im Salzburger Land, dem Hausruck und aus Bayern geholt und wieder dorthin gebracht wurden, wo sie ursprünglich gestanden hatten: mitten im Herzen von Salzburg. Zwar sind es heute nur noch 15 Zwerge und sie stehen auch nicht mehr direkt im alten Zwergelgarten, sondern im angrenzenden Kleinen Bastionsgarten, der auch Wasserbastei genannt wird. Aber die Salzburger sind stolz auf ihre Zwerge und den ältesten Zwergelgarten Europas. Und wer weiß – vielleicht finden in Zukunft doch alle Marmorfiguren wieder auf der historischen Erde im barocken Garten zusammen – im kleinen großen Reich der Zwerge.

Also nichts wie hin und sich selbst ein Bild davon machen!

Ballspieler - Zwergerlgarten Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Ballspieler – Zwergerlgarten
Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Zwerg im Zwergerlgarten Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt

Zwerg im Zwergerlgarten
Copyright: Stadt Salzburg, Gartenamt