+43 (0)662 / 230648 info@ebhotel.at

Zurzeit herrschen eisige Temperaturen bei uns in Salzburg. Der Wettergott hat uns nämlich ein Kältetief geschickt, das uns ganz schön ins Frieren bringt. Nur die „Harten“ wagen sich diese Tage kurze Zeit vor die Türe, bevor sie durchgefroren wieder die wohlige Wärme aufsuchen.
Da müssen wir halt jetzt durch. Und wenn es selbst die Bewohner der Arktis schaffen, warum nicht wir Salzburger auch. Wir sind ja hart im Nehmen.

Somit trotzen auch wir der Kälte und verschanzen uns nicht nur in den warmen vier Wänden. Nur zu Hause rumsitzen und warten bis es wieder annehmlichere Temperaturen bekommt, kommt für uns gar nicht in Frage.
Wir packen uns warm ein, ziehen uns die Haube tief ins Gesicht und starten unserer Genussreise.
Um gleich zu Beginn alle Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Nein wir sind nicht auf der Suche nach Teehäusern in Salzburg, um uns dort aufzuwärmen. Heute sind wir ganz im Zeichen der Bierkultur unterwegs, denn wir möchten Euch heute zeigen wie „schmackhaft“ unserer Stadt eigentlich sein kann und verführen Euch in die Welt des Bieres. Ihr könnt gespannt sein, was uns da alles erwarten wird.
Verlieren wir nicht mehr allzu viele Worte und starten wir gleich ins Vergnügen. Dem Hopfen nichts wie entgegen.

Stiegl Brauerei zu Salzburg
Copyright: Neumayr

Fassreifkeller der Sitegl Brauerei
Copyright: Stiegl Brauwelt

Den ersten Halt machen wir in der Stiegl Brauerei zu Salzburg bzw. in der Stiegl´s Brauwelt.
Die Stieglbrauerei im Salzburger Stadtteil Maxglan ist seit 1492 Österreichs größte und erfolgreichste Privatbrauerei. Seit der Gründung ist das einzigartige Stiegl-Märzen in aller Munde und fester Bestandteil der Salzburger Bierkultur. Die gemütlichen Stüberl bieten die perfekte Atmosphäre um die Vielzahl an Biere zu verkosten.
Wer jedoch nicht nur den Geschmack und die Geselligkeit testen möchte, sondern auch mehr über die Entstehung und die Herkunft des Stiegl Bieres erfahren möchte, der startet am besten der Stiegl Brauwelt einen Besuch ab.
Wir haben die Brauwelt bzw. das Museum besucht und waren vom 270° Stiegl-BrauKino hellauf begeistert. Im Film „Die Natur des Bieres“ erfahren wir alles vom Weg des Bieres, angefangen von den Rohstoffen bis hin zur Flaschenabfüllung. Im Anschluss geht es in die Hausbrauerei, wo unser Gaumen und Nase unterschiedliche Geschmacksnoten und Düfte verschiedener Getreide-, Malz- und Hopfensorten kennenlernen. Wir staunen nicht schlecht, als uns die nette Museumführerin sagt, dass selbst Mozart bereits ein wahrer Fan des suffigen Gerstensaftes der Marke Stiegl war.

Nachdem wir unsere Geschmacksnerven ganz auf Bier eingestellt haben, geht es nun weiter in den Verkostung- und Fassreifekeller. Ein Besuchermagnet ist der Bierturm. Hier werden alle österreichischen Flaschenbiere dargestellt. Wir stehen ganz gefesselt vor diesem Turm und stellen fest, welche große Vielfalt unser Land in Sachen Bier eigentlich zu bieten hat. Kurz schlendern wir noch durch das Stiegl-Museum bevor wir dem Drang nach einer kühlen, frischgezapften Halbe Bier nicht mehr wiederstehen können.
(Alle Infos, sowie Öffnungszeiten der Stiegl Brauerei bzw. Stiegl´s Brauwelt finden Sie hier!)

Bevor wir die Stieglbrauerei hinter uns lassen, treffen wir noch  zufällig auf den Braumeister. Er erzählt uns, dass schon seit mehr als 600 Jahren ins Salzburg Bier gebraut wird und die Mozartstadt als heimliche Bierhauptstadt Österreichs gilt. Zehn Brauereien in und um die Stadt zeugen von einer beeindruckend dichten Biervielfalt, auf die wir stolz sein dürfen.
Bevor wir uns bei ihm für seine kostbare Zeit bedanken, gibt er uns noch einen Tipp, wo wir die zweitälteste Brauerei in Salzburg finden

Schnellen Schrittes, die Kälte tut seines dazu, begeben wir uns in Richtung Salzburger Innenstadt und bleiben vor dem Augustiner Bräu Kloster Mülln stehen. Hier wird seit 1621 Bier erzeugt. Nichts wie rein in die gute Stube und nachschauen was uns hier erwartet.

Alte Braukunst im Augustiner Bräu
Copyright: www.anibaltrejo.com

Augustiner Bräu Mülln
Copyright: Augustiner Bräu

Wir haben Glück und es sind bei der heutigen Führung durch die Brauerei noch ein paar Plätze frei. Ganz gespannt lauschen wir den Worten und begeben uns auf die Spur von Hopfen und Malz. 1621 wurde die Augustiner Brauerei zu Salzburg Mülln von den Augustinermönchen gegründet. Bis heute wird das Bier nach altem Rezept und großteils von Hand gebraut. Dabei werden im Sudhaus nur die besten Rohstoffe nach den strengen Kriterien des Reinheitsgebotes und ganz ohne Konservierungsstoffe verarbeitet.
Nach einer Stunde haben wir das ganze Wissen wie ein Schwamm aufgesaugt und freuen uns endlich den goldfarbenen Gerstensaft verkosten zu können.

Wir stellen fest, dass nicht nur das Bier selbst, sondern auch das dazugehörige Bräustüberl ein Unikat für sich ist. Wir holen uns beim Schankburschen, der noch direkt aus dem Holzfass in Steinkrüge zapft, eine Mass und gönnen uns im Schmankerlgang ein kleine kulinarische Stärkung, bevor wir uns in den vielen Säle des Bräustüberls auf Platzsuche begeben. Kaum haben wir uns hingesetzt, kommen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Das ganze Ambiente versetzt einen zurück in die Vergangenheit. Man kann direkt erahnen wie damals die Besucher hier gesessen haben und sich bei einer Maß Bier ausgetauscht und von diversen Erlebnissen berichtet haben.
So wie auch heute noch. Auch wir sitzen am Tisch, mit einer Maß Bier in der Hand erzählen dies und das und können direkt spüren wie sich unserer Worte mit den der anderen Besucher verfließen und hinter den uralten Mauern des Augustiner Bräus verschwinden. Man will gar nicht wissen, was diese Mauern alles ausplaudern könnten.

Abt Nicolaus Saal im Augustiner Bräu
Copyright: Augustiner Bräu Salzburg

Stockhammer Saal im Augustiner Bräu Salzburg
Copyright: Augustiner Bräu

Diese ganz spezielle Stimmung muss man einfach selbst miterlebt haben, sonst kann man dies gar nicht in Worte fassen. Wer schon einmal im Bräustüberl war, weiß wovon wir reden.
(Mehr Infos zum Augustiner Bräu Salzburg finden Sie hier!)

Wir plaudern noch mit einigen anderen Gästen und lassen uns sagen, dass auch der Biergarten im Sommer eine Wucht ist und wir unbedingt nochmals wiederkommen müssen.
Schnell ist der Entschluss gefasst, dass dies auf alle Fälle nicht unser letzter Besuch im Bräustüberl vom Augustiner Bräu Salzburg war.
Leider verging die Zeit viel zu schnell und unser Tag im Zeichen der Salzburger Bierkultur ging zu Ende.
Da die Gemütlichkeit in beiden Brauerei überhandgenommen hat, blieb uns für diesen Tag keine Zeit mehr, um noch weitere Brauereien bzw. Bierlokale zu besuchen. Aber dies wird auf alle Fälle nachgeholt.
In diesem Sinne „Hopfen und Malz – Gott erhalt´s!“

Biergarten des Augustiner Bräu in Salzburg
Copyright: Tourismus Salzburg