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Salzburger Dult

Salzburger Dult

Eine Runde in der Achterbahn drehen, sein Glück beim Dosenschießen versuchen und sich zum Abschluss was für Leib und Seele gönnen. All das in Kombination mit interessanten Thementagen und täglicher Live-Musik in der Stieglhalle sorgt für neun Tage Unterhaltung pur!
Die Rede ist von der Salzburger Dult, die zurzeit in der Mozartstadt veranstaltet wird. Wir haben es uns nicht nehmen lassen und haben uns unter die Besucher gemischt. Was dabei herausgekommen ist, erzählen wir in den nächsten Zeilen.

40 Jahre Dult, Eröffnung, Messegelände Salzburg, 20131805
Copyright – Foto: wildbild

Dult Salzburg
Copyright: wildbild

Ständig hört und liest man in Stadt und Land zu Pfingsten nur mehr „Salzburger Dult“. Da uns das Wetter zurzeit strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen schenkt, beschließen wir kurzer Hand das traditionelle Volksfest zu Pfingsten – die Salzburger Dult zu besuchen. Volksfest = Brauchtum – also schlüpfen wir ohne lange zu überlegen in unser Dirndlgewand bzw. in die Lederhose und fahren zum Messezentrum. Apropos das ist nur einen Katzensprung vom EB-Hotel Garni**** entfernt.

Schon beim Eingang ist lautes Gelächter und Gekreische zu hören. Die Melodie der verschiedenen Fahrgeschäfte, die aufregenden, nervösen Gesichter der Kinder, das gehässige Lachen der deutenden Gruselfigur beim der Geisterbahn versetzt uns in die Kinderzeit zurück und lässt Jahrmarkt-Stimmung aufkommen. Bei der Schießbude versuchen wir gleich mal unser Glück.
Neben einem riesigen In- und Outdoor-Vergnügungspark mit Fahrgeschäften, Schießstandln und Imbissbuden erwartet die Besucher ein interessantes Programm, das durch neun Tage Volksfestgaudi führt. Der wortwörtliche Höhepunkt wird heuer das 80 m hohe Kettenkarussell „The Flyer“ sein, das neben dem Nervenkitzel einen atemberaubendem Blick über Salzburg bietet. Auch die kurvenreiche Hängeachterbahn „Eurocoaster“ ist eine weitere Neuheit, die neben Klassikern wie „Flipper“ und „Autodrom“ nicht fehlen darf.
Ohne die Neuheiten zu testen, gehen wir sicherlich nicht nach Hause. Also auf ins Getümmel..
Unser Highlight war bzw. ist das „Riesen-Kettenkarusell“. Man fühlt sich als könnte man fliegen. Aber am besten selbst testen.

Karussell – Salzburger Dult Copyright: wildbild

Von der vielen Höhenluft haben wir Hunger bekommen und somit führt uns unser Magen schnurstrackts in die Stieglhalle. Bei Live-Musik schunkeln die Besucher im Takt und es kommt richtige Bierzelt-Stimmung auf. Wahnsinn was für eine Musikprogramm da an den unterschiedlichen Tagen geboten wird. (Das gesamte Programm finden Sie hierwww.dult.at) Uns steigt aber gleich der köstliche Duft nach Essen in die Nase. Die Speisekarte lockt mit traditionell österreichischen Schmankerln von herzhaft bis süß, von Surbratl bis Kaiserschmarren. DULT-Hendl und DULT-Bier dürfen sowieso nicht fehlen.

Nach der köstlichen Stärkung kommen wir mit einem anderen Besucher ins Gespräch, der sich als wahrhaftiger „Dult-Kenner“ entpuppt. Er kommt alle Jahre zur Salzburger Dult, marschiert durch das Gelände und genießt einfach die einzigartige Stimmung hier. Weiters erzählt er uns, wir müssten unbedingt die Halle 9, den DULT-Markt besuchen. Internationale Marktstandler bieten dort eine Vielfalt an Produkten aus eigener Herstellung. Für jeden Geschmack und für alle Sinne! Zudem findet dort von 19. bis 23. Mai wieder die Spielzeugschachtel, die Kinder- und Kindheitsträume wahr werden lässt. Spiele und Neuheiten dürfen nach Herzenslust ausprobiert und getestet werden. Das Besondere daran: vieles im Format „lebensgroß“. Abgelöst wird die Spielzeugschachtel von 24. bis 27. Mai von der DULT-Trachtenbörse.
Hört sich alles sehr vielversprechend an, was er uns da erzählt, also bedanken wir uns für die wertvollen Tipps und führen die Erkundungstour durch die Salzburger Dult fort.

Bis zum Sonntag, den 27. Mai 2018 hat die Salzburger Dult im Messezentrum ihre Pforten noch geöffnet. Der Eintritt ist frei! Das detaillierte Programm, sowie alle Infos finden Sie hier!

Unser Fazit: Das bewährte Zusammenspiel von Brauchtum, Kultur und Kirtagscharakter macht die Salzburger Dult besonders. Gemeinsames Schunkeln zu Volksmusik, geschäftiges Treiben am DULT-Markt und das Festzeltambiente in der Stieglhalle bringen die Leute zusammen. Freude, Geselligkeit und zünftige Volksfeststimmung garantieren ein paar gemütliche Stunden fernab von Alltag und Fadesse.

Riesenrad bei der Salzburger Dult
Copyright – Foto: wildbild

40 Jahre Dult, Eröffnung, Messegelände Salzburg, 20131805, (c) Foto: wildbild

 

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Ihre Meinung ist uns wichtig!

Dürfen wir ein paar Minuten Ihrer Zeit in Anspruch nehmen?

Jeder kennt Sie und jeder liest Sie. Will man ein Hotel buchen, scrollt man anfangs über die tollen Bilder und dann geht der nächste Klick auch schon zu den Bewertungen. Man liest sich ein wenig ein und versucht sich ein Bild darüber zu machen, wie es anderen Hotelgästen dort ergangen ist. Denn ist es nicht so, dass jeder einfach den perfekten Urlaub genießen möchte, ohne jegliche Mankos zu erleben?  Auf alle Fälle und wir finden, das ist auch das gute Recht jedes einzelnen Gastes.

Darum würden wir Sie gerne bitten, sich kurz Zeit zu nehmen und uns, dem EB Hotel Garni**** Ihre ganz persönliche Bewertung zu übermitteln.
Denn nur mit den Rückmeldungen von unseren Gästen können wir uns weiterentwickeln, aus Fehlern lernen und aus positiven Aspekten Energie schöpfen und diese so beibehalten.

Teilen Sie uns also Ihre Meinung mit. Egal ob Sie Ihre Bewertung online auf diversen Plattformen abgeben oder uns direkt ein Mail zukommen lassen, wir freuen uns.

DANKE, sagt das EB Hotel Garni**** Salzburg

Unsere Suite im EB Hotel Garni****

EB Hotel Garni****

 

Doppelzimmer Komfort – EB Hotel Garni****

EB Hotel Garni****

Der Fluss der Stadt

Der Fluss der Stadt

Denkt man auf Salzburg, fallen einem sofort die unterschiedlichsten Stichworte ein: Festung, Mozart, Getreidegasse, Mozartkugeln und vieles, vieles mehr.
Aber eine Besonderheit wird oftmals außer Acht gelassen. Mitten durch die Mozartstadt schlängelt sich nämlich eines ihrer bekanntesten Wahrzeichen: die Salzach.
Jeder kennt sie und jeder weiß durch welche Stadt sie fließt, aber neben den Top-Sehenswürdigkeiten rückt sie oftmals in den Schatten.

Salzburg Schifffahrt – Amadeus Anlegestelle
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

Die Salzach
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

Viel zu schade finden wir, daher widmen wir einen ganzen Tag nur diesem Salzburger Fluss und gehen auf Spurensuche.
Seit Jahrhunderten bahnt sich Salzburgs Lebensader ihren Weg durch die Altstadt und teilt sie in zwei Teile auf. Nun ja, zumindest in die linke und die rechte Altstadthälfte.
Wir stöbern in den Geschichtsbücher und finden heraus, dass die Salzach durch die Salzschifffahrt zu ihrem Namen kam. Die wurde noch bis zum 19. Jahrhundert betrieben. 1891 wurde sie aufgrund zahlreicher Untiefen und zu schwacher Motoren eingestellt. Spannend in die Vergangenheit zurückzublicken und alte Geschichten herauszukramen.

Auf unserer Tour entlang der Salzach werden wir fast mit dem Zählen nicht mehr fertig. Warum? Wissen Sie wie viele Brücken in Salzburg entlang der Salzach zu finden sind? Wir staunen nicht schlecht, als unserer Zählung bei 13 endet.
13 Brücken, die von der einen zur anderen Seite führen. Hut ab! Das findet man wirklich nicht oft.
Teilweise befinden sie sich noch an ihren ursprünglichen Stellen oder ersetzen längst vergangenen Fährverkehr. Da wir gerne in der Vergangenheit schwelgen, bleiben wir bei der Überquerung kurz stehen und schließen die Augen. Um uns herum ist nur noch das Wortgemenge der vorbeisausenden Passanten hörbar, die Vögel zwitschern ihre Gesänge und die Salzach selbst gibt auch ihre Wasserlaute von sich. So vertieft in die Atmosphäre auf der Brücke stellen wir uns vor wie es in früheren Zeiten hier wohl zugegangen sein muss.
Als wir die Augen wieder öffnen, sind wir überwältig von dem Blick der uns geboten wird. Die Salzach mit ihrer blauen Farbe und die wunderschöne Altstadt samt Festung im Hintergrund. Ein Bild das sich einfach einprägt.

Der Makartsteg mit Blick auf die Festung | © Tourismus Salzburg GmbH

Zum ganz besonderen Highlight hat sich der Makartsteg entwickelt. Als „Steg“ ist er ausschließlich Fußgängern und Radfahrern vorbehalten. Seit einigen Jahren bringen dort Verliebte ihre Liebesschlösser an. Ein beliebter Brauch, der in vielen Städten mit Begeisterung zelebriert wird. Paare versehen ihre Schlösser mit den Namen oder Initialen. Danach werfen sie den Schlüssel in den Fluss – als Zeichen ihrer ewigen Liebe. Wie romantisch! Also auch wir über den Steg marschieren, können wir die Liebe direkt spüren.
Aber auch der Mozartsteg ist einen Besuch wert. Die elegant wirkende Brückenkonstruktion im Jugendstil war bis 1921 sogar mautpflichtig! Heute dürfen Fußgänger und Fahrradfahrer kostenlos passieren. Das Mauthäusl steht aber trotzdem noch und beheimatet den kleinsten Coffeeshop Salzburgs. Als kleine Verschnaufpause für zwischendurch kehren wir dort ein.

Liebesschlösser am Makartsteg
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

We love coffee
Copyright: we love coffee salzburg

„Schiff ahoi“ heißt es als wir dem sicheren Festland den Rücken zukehren und uns in die Fluten werfen.
Selbst Rudern müssen die Passagiere der Amadeus Salzburg zum Glück nicht – stattdessen bietet das hochmoderne Salzachschiff einen phänomenalen Ausblick auf die Stadt. Flussaufwärts Richtung Hellbrunn grüßt außerdem die eindrucksvolle Gebirgskulisse. Abends verwandelt sich die Anlegestelle am Franz-Josef-Kai in eine vielbesuchte Cocktailbar mit ganz besonderem Flair. Das wird sicherlich unser Abstecher dieser Tour werden.

Amdeus unter dem Makartsteg
Copyright: Salzburg Stadt Schiff-Fahrt

Amphibious Splash Tour
Copyright: Salzburg Highlights, Neumayr

Eine andere Frage noch – hat jemand schon mal etwas von einem Amphibienbus gehört? Außer natürlich im Fernsehen? In Salzburg ist es möglich und da wir so und so zu den Adrenalin-Junkies gehören, probieren wir diesen Bus gleich mal aus. Als wir den außergewöhnlichen Bus das erste Mal sehen, bekommen wir schon auch ein kleines mulmiges Gefühl, aber einen Rückzieher machen, geht gar nicht. Der Kapitän oder Buschauffeur, wie auch immer, begrüßt uns alle aufs herzlichste und wünscht uns eine spannende und erlebnisreiche Tour und bedankt sich obendrein noch für das Vertrauen, das wir uns diese Fahrt zumuten. Unsere Gefühlslage hat sich dadurch nicht gebessert, aber schon geht´s los. Wir düsen durch die Strassen der Stadt wie ein ganz gewöhnlicher Bus. Ein Wahnsinn. Aber als wir dann in der Schwarzstraße in eine Seitenstrasse einbiegen und die Salzach immer näher kommt. steigt die Spannung wieder auf den Höhepunkt. Wir verlassen die asphaltierte Strasse und fahren über einen schmalen Schotterweg zur Salzach hinunter. Die Spaziergänger schauen uns alle fragend und sehr komisch an. Bus ahoi und schon sind wir im Wasser und der Busfahrer verwandelt sich zum Kapitän. Ein wahnsinniges Gefühl, das man gar nicht beschreiben kann. Man muss es einfach erlebt haben. Und die Aussicht macht alle mulmigen Gefühle wieder weg. Einfach ein Traum und in Österreich einzigartig. Ein Stückchen flussabwärts verlässt es über eine Rampe die Salzach. Danach fährt der Amphibienbus auf der Straße weiter, ehe er erneut in die Fluten eintaucht. Ein wirklich spektakuläres Sightseeing-Highlight!

Mit diesem Spektakel schließen wir unsere Tour und lassen die letzten Stunden des Tages mit einem Blick auf die Salzach und in gemütlicher Runde ausklingen.

 

Auf in die SalzburgArena

Auf in die SalzburgArena

… und das aber schnell, denn eine Highlightveranstaltung jagt die nächste.
Schlager, Open-Air, Rock & Pop, Comedian, Kulinarik, Weiterbildung – das sind nur einige, wenige Stichwörter, die man im aktuellen Veranstaltungskalender des Messezentrums liest.
Lust auf mehr? Hier ein kleiner Überblick:

The Kelly Family gastiert in Salzburg Copyright: Helen Sobiralski

André Rieu in der SalzburgArena
Copyright: André Rieu

(mehr …)

Frühlingsbote „Fahrrad“

Frühlingsbote „Fahrrad“

Temperaturen über 20° Celsius, die ersten Blumen sprießen um die Wette und wohin man schaut, werden die Gärten und Außenanlagen wieder auf Vordermann gebracht. Man hat direkt das Gefühl als wolle jeder die Zeit nach dem langen Winter endlich wieder im Freien in vollen Zügen genießen und die einzelnen Sonnenstrahlen für sich selbst auffangen.
Auch uns ist es die letzten Tage so ergangen. Hart wurde im Garten geschuftet bis alles wieder frühling- & sommertauglich war. Nach erfolgreich getaner Arbeit, machten wir es uns in unserer Garten-Laube gemütlich und genossen die warmen Temperaturen.
Als wir so in der Sonne sitzen und den Vögeln bei ihrem Vogelgesang lauschen, kommt uns plötzlich eine Idee. Warum eigentlich nicht auch gleich das Fahrrad entstauben und eine Tour durch die Mozartstadt drehen.

Gesagt getan. Die „Drahteseln“ wurden blitzeblank geputzt, das richtige Outfit wurde aus dem Schrank gekramt und „Mr. Google“ half uns dabei die perfekte Route zu finden.
Und schon ging es los mit unserer Fahrrad-Tour.

Entlang der Salzach mit dem Fahrrad
Copyright: Bike & The City / Bettina Salomon

Fräulein Maria´s Bicyle Tour – Hellbrunner Allee
Copyright: Fräulein Maria´s Bicycle Tour

Weit mussten wir gar nicht radeln, dass wir feststellten, dass die Mozartstadt alle Radfahrer sichtlich sehr willkommen heißt. Zahllose ausgeschilderte Radwege führen durch die Stadt und am Ufer der Salzach entlang. Da kann man sich gar nicht verirren und obendrein hat man auch noch die Qual der Wahl auf welche Tour man sich den dann begibt.
Wir staunen nicht schlecht, als wir erfahren, dass die Mozartstadt schon mehrfach als fahrradfreundlichste Stadt Österreichs ausgezeichnet wurde. Aber redlich verdient, denn auch wir sind wahsinnig begeistert.

Voller Motivation radeln wir durch die Stadt hinaus ins Salzburgerland und finden auch dort großartige Radwege über weite Wiesen, durch traumhafte Alleen und durch dichte Wälder vor. Ein Traum für jeden Fahrrad-Fan. Egal ob gemütliche Genuss-Radler oder Mountainbike- & Rennrad-Freaks – für wirklich jeden Geschmack ist etwas dabei.
Ihr könnt es gar nicht glauben, dann am besten gleich einen Blick auf den Radplan der Stadt Salzburg werfen.

Radplan Salzburg
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

Wir gehören sichtlich zu der Sparte der Genuss-Radfahrer, denn kaum ist irgendwo ein Bankerl zu sehen, steigen wir kurz von unserem Fahrrad ab und genießen einfach kurzer Hand wieder die Natur um uns. Das ist einfach unsere perfekte Tour.
Wer auch zu den Genuss-Radlern gehört, für diejenigen haben wir hier ein paar Tour-Vorschläge: https://www.komoot.de/collection/574/mit-dem-rad-in-die-mozartstadt-touren-im-salzburger-umland

Für jene, denen das aber viel zu wenig ist und eher der Sportsgeist im Vordergrund steht, haben wir natürlich auch das passende parat. Entweder sich auf einen der Fernradwege begeben (z.B. der Mozartradweg mit 450 km, welcher durch das Salzburgerland & Bayern führt) oder die Schweißperlen auf einer Mountainbike-Route auf den stadtnahen Berge wie Gaisberg oder Untersberg hochsteigen lassen. Detailliertere Infos zum Thema Radfahren & Biken in Salzburg finden Sie hier!

Natürlich darf während eine Fahrradtour egal welcher Art auch der Service nicht fehlen und so punktet die Stadt Salzburg mit zahlreichen Fahrrad-Werkstätten, die das private Rad auf Fahrtauglichkeit prüfen und alles vor dem ersten Start testen, sowie bei diversen Reparaturen zur Stelle sind. Ein Service der sich zeigen lassen kann, finden wir.
Alle Werkstätten im Überblick hier!

Als wir wieder zu Hause ankommen, haben wir zwar viel Sonne getankt und eine tolle Radtour rund um Salzburg erlebt, aber schön langsam sind auch unserer Beine müde geworden und freuen sich auf etwas Entspannung. Vielleicht das nächste Mal doch lieber ein E-Bike nehmen und ganz unbeschwert durch die Gegend düsen. Das ist unser Fazit für ungeübte Radfahrer!

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen eine wunderschöne Tour durch die Mozartstadt.

 

 

Ostern in Salzburg

Ostern in Salzburg

Auch wenn der Winter das Salzburgerland noch fest im Griff hat (hier ein Blick auf die WebCam am Gaisberg), klopft trotzdem schon ganz leise der Frühling an.
Mancherorts wo sich die Sonne bereits durchsetzen konnte und den Schnee zum Schmelzen gebracht hat, spitzen die ersten Frühlingsboten heraus. Schneeglöckchen und Tulpenblätter bahnen sich den Weg durch die gefrorene Erde.
Ein schönes Gefühl, wenn man diese Blüten erblickt. Auch wenn der Winter wunderschön ist, jetzt freuen wir uns wieder auf die Wärme & die blühende Jahreszeit.

Nicht nur die Frühlingsblumen, sondern auch die Umstellung von Winter- auf die Sommerzeit und die nahenden Osterfeiertage tragen dazu bei, dass man den Frühling schon direkt „riechen“ kann.

Ostern in Salzburg
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

Palmbuschen am Alten Markt in Salzburg
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

Ostern in Salzburg bzw. im Salzburgerland ist eine spannende Zeit. Die Fastenwochen neigen sich dem Ende zu, die
Palmbuschen sind gebunden und werden am Palmsonntag traditionell zu Weihe getragen, bevor sie dann wieder die Felder und Häuser im Land schmücken, das fröhliche Eierpecken nimmt seinen Lauf und die Kinder können es kaum erwarten sich auf die Suche nach einem Osternesterl zu machen, das der Osterhase für sie versteckt hat. Das ist Ostern bei uns zu Hause.

Bemalte Ostereier – Ostern in Salzburg
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH

Egal wie Sie Ostern feiern und welche Traditionen Sie hochleben lassen, wir vom EB-Hotel Garni**** wünschen Ihnen wunderschöne Osterfeiertage & ein frohes Osternesterl suchen.

Unser Tipp: Ostern einmal in Salzburg verbringen und die örtliche Tradition hochleben lassen. Hier ein kleiner Überblick über alle Oster-Veranstaltungen. Vielleicht bekommt der eine oder andere Lust auf einen Trip in die Mozartstadt.
Wir freuen uns auf Ihre Anfrage.

 

Osterfestspiele 2018

Osterfestspiele 2018

Die Tage werden wieder länger, die Sonne bringt die wohlige Wärme mit ihren Sonnenstrahlen zurück, die die weiße Schneepracht zum Schmelzen bringt und den Winter verschwinden lässt. Die ersten Blumenblüten bannen sich einen Weg durch die Erde an die Oberfläche und zeigen uns, ja es ist so weit, der Frühling ist im Anmarsch. Und Hand in Hand mit der Frühlingszeit kommt auch Ostern mit. Da kommt uns gleich eine Frage in den Sinn, wenn wir an Salzburg und Ostern denken.
Ob es wohl der Osterhase war, der Herbert von Karajan im Jahr 1967 auf die Idee brachte? Oder war es doch der blühende Frühlingsbeginn, der sein Herz mit Musik füllte und dies die Geburtsstunde war?
Spaß beiseite. Was genau Herbert von Karajan damals dazu bewegt hat, die Salzburger Osterfestspiele ins Leben zu rufen, werden wir nicht mehr erfahren, aber eines ist sicher, es war eine ausgezeichnete Idee die Frühlingszeit mit solch einem Festival zu versüßen.
Und dieser Meinung sind nicht nur wir, denn schon in den ersten Jahren etablierte sich die Konzertreihe in rasanter Geschwindigkeit zu einem exklusiven und künstlerisch brillanten Festival, welches weltweit an Bekanntheit zunahm.

Auch wir möchten uns heuer unter das Festspielvolk mischen und alles live miterleben. Somit begeben wir uns auf Recherche. Vom 24. März bis zum 02. April 2018 können wir Teil der Osterfestspiele sein und uns vom Zauber „Musik“ in den Bann ziehen lassen.

Orchesterkonzert. Christian Thielemann, Sächsische Copyright: Osterfestspiele Salzburg / Matthias Creutziger

Osterfestspiele Salzburg
Copyright: Osterfestspiele Salzburg GmbH

 

Wir surfen durch die Webseiten und bekommen schön langsam eine Übersicht über die vielzähligen Veranstaltungen und das eigene Flair dieses Festspiels. Im Zentrum des Programmes 2018 steht eine der großen Opern des italienischen Repertoires: „Tosca“ von Giacomo Puccini. Schnell stellen wir fest, dass wir noch nie eine Oper besucht haben. Eigentlich eine Schande als „Ur-Salzburger“. Diese Oper der Osterfestspiele wird also unser Jungfern-Opernbesuch sein!
Premiere ist am Palmsonntag und eine weitere Aufführung gibt es am Ostermontag.

Anja Harteros als Florla – Tosca bei den Osterfestspielen Salzburg
Copyright: Marco Borggreve

Aleksandrs Antonenko als Marlo Cavaradossi – Tosca bei den Osterfestspielen Salzburg
Copyright: Wolfgang Lienbacher

Zusätzlich sind an sechs Abenden Konzerte mit der Sächsischen Staatskapelle Dresden und dem Chor des Bayerischen Rundfunks programmiert.
Das war aber noch lange nicht alles. Der künstlerische Leiter der Osterfestspiele, Maestro Christian Thielemann, einst Schüler von Herbert von Karajan, der die Nachfolge des langjährigen Leiters Sir Simon Rattle antritt, hat sich noch mehr einfallen lassen.
Vom Kinderkonzert „Kapelle für Kids“ über Orchester- & Chorkonzerten bis hin zu Vorträgen und Podiumsdiskussionen lässt das Programm keine Wünsche übrig.
Wir haben durch das Programmheft geschmökert und uns unsere ganz persönliche Auswahl zusammengestellt. Auf der Homepage – www.osterfestspiele-salzburg.at findet man alle Infos und Veranstaltungen auf einen Blick. Und wer ein wenig wie wir durch den Folder blättern möchte, hier der Link dazu.

Konzert für Salzburg. Christian Thielemann, Sächsische Staatskapelle Dresden Copyright: Osterfestspiele Salzburg / Matthias Creutziger

Kapelle für Kids – Osterfestspiele Salzburg
Copyright: Jasha Bhadra

Wir haben uns unsere Tickets bereits gesichert und fiebern mit großer Spannung den Festspielen entgegen.
Hier geht´s zum Kartenvorverkauf…

Zu guter Letzt stimmen wir uns noch ein wenig ein und lauschen den Klängen der Musik.

Das Team vom EB-Hotel Garni**** wünscht Ihnen wunderschöne, musikalische Ostern.

Biergenuss statt Wetter-Verdruss

Biergenuss statt Wetter-Verdruss

Zurzeit herrschen eisige Temperaturen bei uns in Salzburg. Der Wettergott hat uns nämlich ein Kältetief geschickt, das uns ganz schön ins Frieren bringt. Nur die „Harten“ wagen sich diese Tage kurze Zeit vor die Türe, bevor sie durchgefroren wieder die wohlige Wärme aufsuchen.
Da müssen wir halt jetzt durch. Und wenn es selbst die Bewohner der Arktis schaffen, warum nicht wir Salzburger auch. Wir sind ja hart im Nehmen.

Somit trotzen auch wir der Kälte und verschanzen uns nicht nur in den warmen vier Wänden. Nur zu Hause rumsitzen und warten bis es wieder annehmlichere Temperaturen bekommt, kommt für uns gar nicht in Frage.
Wir packen uns warm ein, ziehen uns die Haube tief ins Gesicht und starten unserer Genussreise.
Um gleich zu Beginn alle Vorurteile aus dem Weg zu räumen. Nein wir sind nicht auf der Suche nach Teehäusern in Salzburg, um uns dort aufzuwärmen. Heute sind wir ganz im Zeichen der Bierkultur unterwegs, denn wir möchten Euch heute zeigen wie „schmackhaft“ unserer Stadt eigentlich sein kann und verführen Euch in die Welt des Bieres. Ihr könnt gespannt sein, was uns da alles erwarten wird.
Verlieren wir nicht mehr allzu viele Worte und starten wir gleich ins Vergnügen. Dem Hopfen nichts wie entgegen.

Stiegl Brauerei zu Salzburg
Copyright: Neumayr

Fassreifkeller der Sitegl Brauerei
Copyright: Stiegl Brauwelt

Den ersten Halt machen wir in der Stiegl Brauerei zu Salzburg bzw. in der Stiegl´s Brauwelt.
Die Stieglbrauerei im Salzburger Stadtteil Maxglan ist seit 1492 Österreichs größte und erfolgreichste Privatbrauerei. Seit der Gründung ist das einzigartige Stiegl-Märzen in aller Munde und fester Bestandteil der Salzburger Bierkultur. Die gemütlichen Stüberl bieten die perfekte Atmosphäre um die Vielzahl an Biere zu verkosten.
Wer jedoch nicht nur den Geschmack und die Geselligkeit testen möchte, sondern auch mehr über die Entstehung und die Herkunft des Stiegl Bieres erfahren möchte, der startet am besten der Stiegl Brauwelt einen Besuch ab.
Wir haben die Brauwelt bzw. das Museum besucht und waren vom 270° Stiegl-BrauKino hellauf begeistert. Im Film „Die Natur des Bieres“ erfahren wir alles vom Weg des Bieres, angefangen von den Rohstoffen bis hin zur Flaschenabfüllung. Im Anschluss geht es in die Hausbrauerei, wo unser Gaumen und Nase unterschiedliche Geschmacksnoten und Düfte verschiedener Getreide-, Malz- und Hopfensorten kennenlernen. Wir staunen nicht schlecht, als uns die nette Museumführerin sagt, dass selbst Mozart bereits ein wahrer Fan des suffigen Gerstensaftes der Marke Stiegl war.

Nachdem wir unsere Geschmacksnerven ganz auf Bier eingestellt haben, geht es nun weiter in den Verkostung- und Fassreifekeller. Ein Besuchermagnet ist der Bierturm. Hier werden alle österreichischen Flaschenbiere dargestellt. Wir stehen ganz gefesselt vor diesem Turm und stellen fest, welche große Vielfalt unser Land in Sachen Bier eigentlich zu bieten hat. Kurz schlendern wir noch durch das Stiegl-Museum bevor wir dem Drang nach einer kühlen, frischgezapften Halbe Bier nicht mehr wiederstehen können.
(Alle Infos, sowie Öffnungszeiten der Stiegl Brauerei bzw. Stiegl´s Brauwelt finden Sie hier!)

Bevor wir die Stieglbrauerei hinter uns lassen, treffen wir noch  zufällig auf den Braumeister. Er erzählt uns, dass schon seit mehr als 600 Jahren ins Salzburg Bier gebraut wird und die Mozartstadt als heimliche Bierhauptstadt Österreichs gilt. Zehn Brauereien in und um die Stadt zeugen von einer beeindruckend dichten Biervielfalt, auf die wir stolz sein dürfen.
Bevor wir uns bei ihm für seine kostbare Zeit bedanken, gibt er uns noch einen Tipp, wo wir die zweitälteste Brauerei in Salzburg finden

Schnellen Schrittes, die Kälte tut seines dazu, begeben wir uns in Richtung Salzburger Innenstadt und bleiben vor dem Augustiner Bräu Kloster Mülln stehen. Hier wird seit 1621 Bier erzeugt. Nichts wie rein in die gute Stube und nachschauen was uns hier erwartet.

Alte Braukunst im Augustiner Bräu
Copyright: www.anibaltrejo.com

Augustiner Bräu Mülln
Copyright: Augustiner Bräu

Wir haben Glück und es sind bei der heutigen Führung durch die Brauerei noch ein paar Plätze frei. Ganz gespannt lauschen wir den Worten und begeben uns auf die Spur von Hopfen und Malz. 1621 wurde die Augustiner Brauerei zu Salzburg Mülln von den Augustinermönchen gegründet. Bis heute wird das Bier nach altem Rezept und großteils von Hand gebraut. Dabei werden im Sudhaus nur die besten Rohstoffe nach den strengen Kriterien des Reinheitsgebotes und ganz ohne Konservierungsstoffe verarbeitet.
Nach einer Stunde haben wir das ganze Wissen wie ein Schwamm aufgesaugt und freuen uns endlich den goldfarbenen Gerstensaft verkosten zu können.

Wir stellen fest, dass nicht nur das Bier selbst, sondern auch das dazugehörige Bräustüberl ein Unikat für sich ist. Wir holen uns beim Schankburschen, der noch direkt aus dem Holzfass in Steinkrüge zapft, eine Mass und gönnen uns im Schmankerlgang ein kleine kulinarische Stärkung, bevor wir uns in den vielen Säle des Bräustüberls auf Platzsuche begeben. Kaum haben wir uns hingesetzt, kommen wir aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Das ganze Ambiente versetzt einen zurück in die Vergangenheit. Man kann direkt erahnen wie damals die Besucher hier gesessen haben und sich bei einer Maß Bier ausgetauscht und von diversen Erlebnissen berichtet haben.
So wie auch heute noch. Auch wir sitzen am Tisch, mit einer Maß Bier in der Hand erzählen dies und das und können direkt spüren wie sich unserer Worte mit den der anderen Besucher verfließen und hinter den uralten Mauern des Augustiner Bräus verschwinden. Man will gar nicht wissen, was diese Mauern alles ausplaudern könnten.

Abt Nicolaus Saal im Augustiner Bräu
Copyright: Augustiner Bräu Salzburg

Stockhammer Saal im Augustiner Bräu Salzburg
Copyright: Augustiner Bräu

Diese ganz spezielle Stimmung muss man einfach selbst miterlebt haben, sonst kann man dies gar nicht in Worte fassen. Wer schon einmal im Bräustüberl war, weiß wovon wir reden.
(Mehr Infos zum Augustiner Bräu Salzburg finden Sie hier!)

Wir plaudern noch mit einigen anderen Gästen und lassen uns sagen, dass auch der Biergarten im Sommer eine Wucht ist und wir unbedingt nochmals wiederkommen müssen.
Schnell ist der Entschluss gefasst, dass dies auf alle Fälle nicht unser letzter Besuch im Bräustüberl vom Augustiner Bräu Salzburg war.
Leider verging die Zeit viel zu schnell und unser Tag im Zeichen der Salzburger Bierkultur ging zu Ende.
Da die Gemütlichkeit in beiden Brauerei überhandgenommen hat, blieb uns für diesen Tag keine Zeit mehr, um noch weitere Brauereien bzw. Bierlokale zu besuchen. Aber dies wird auf alle Fälle nachgeholt.
In diesem Sinne „Hopfen und Malz – Gott erhalt´s!“

Biergarten des Augustiner Bräu in Salzburg
Copyright: Tourismus Salzburg

Als Pistenchecker unterwegs

Als Pistenchecker unterwegs

Strahlender Sonnenschein, tiefblauer Himmel und Schnee in Hülle und Fülle – so sehr verwöhnte uns heute das Wetter im SalzburgerLand. Einfach ein Winterwonderland vom allerfeinsten.
Skifahren, Winterwandern, Eislaufen, Ski-Touring, Schneeschuhwandern, Schlittenfahren, SnowTubing, Langlaufen, Sonnenbaden – da kann man sich ja kaum entscheiden, was man bei dem Traumwetter bei uns im Salzburgerland als erstes machen möchte.
Schnell war die Entscheidung gefallen. Voller Tatendrang nach Wintersport haben wir uns somit auf die Skipiste gewagt um für Euch das naheste Skigebiet der Stadt Salzburg als Pistenchecker zu testen.
Unser Ziel: Das kleine, aber feine Skigebiet Gaissau Hintersee.

Skianzug rein, Skiausrüstung entstaubt, ab ins Auto und los ging es. Nach einer 25-minütigen Autofahrt von der Stadt Salzburg aus, waren wir auch schon da. Ein Katzensprung also.
Die Temperaturanzeige im Auto warnte uns vor, dass wir uns warm anziehen mussten. Aber wir sind ja hart im Nehmen.
Im Handumdrehen waren die Skier angeschnallt, die Skikarte gelöst und schon saßen wir auf dem Sessellift mit Fahrt in Richtung Bergstation. Die Sonnenstrahlen kitzelten uns im Gesicht und ließen uns die Kälte schnell vergessen. Nach den ersten Skischwüngen war eines klar. Das war die beste Entscheidung für so einen traumhaften Wintertag.

Zum Verschnaufen war nicht viel Zeit, denn die Piste war so exzellent präpariert, dass man einfach nicht aufhören konnte seine Kurven im Schnee zu hinterlassen.
Das Panorama rund um uns herum kann man mit Worten gar nicht beschreiben, also zeigen wir Euch was wir meinen:

Blick auf die Bergstation Anzenberg mit blauen Himmel soweit das Auge reicht

 

Skifahren Gaissau Hintersee – Bergfahrt Anzenberg Schlepplift

Skifahren im Salzburgerland bei Traumwetter

Ein Traumskitag mit strahlend blauem Himmel

 

Ein Winterpanorama vom feinsten

Sonnenskilauf im Skigebiet Gaissau Hintersee vor den Toren der Stadt Salzburg

Skigebiet Gaissau Hintersee – Bergfahrt 4er Sessellift

Dem Nebel im Tal entfliehen – Blick in Richtung Hallein

 

Ist das nicht wunderschön?
Nachdem wir uns so richtig ausgepowert hatten und die Kräfte allmählich schwanden, kam der Einkehrschwung zum Zug. Mit herzhaften regionalen Schmankerl tankten wir unsere Energie wieder auf und weiter ging´s. Denn unsere Devise für diesen Tag hieß: Ja keine Zeit verlieren und jeden Sonnenstrahl auffangen.

Und das ist uns auch gelungen. Die Zeit verflog wie im Flug und mit der letzten möglichen Bergfahrt ging unser Skitag zu Ende.
Fazit: Traumhaft schön und es schreit wahrhaftig nach einer Wiederholung.

Verspürt Ihr in euren Beinen auch schon das Kitzeln, wenn ihr diese Bilder seht und unsere Eindrücke mitverfolgt?
Ja? Dann nichts wie los und die Zeit nutzen.
Noch mehr Sehnsucht nach Skifahren bringt ein Blick auf die LiveCam.
Und wer mehr über das Skigebiet Gaissau Hintersee erfahren möchte, finden alles auf der Homepage – www.gaissauhintersee.at

Dann wünschen wir Euch viel Spaß und „Ski-heil“.

PS: Vielleicht schreibt Ihr uns eure Eindrücke in einem Kommentar oder schickt uns ein Foto von Eurem Traum-Skitag! Wir würden uns sehr freuen!

Ausnahmezustand Fasching

Ausnahmezustand Fasching

Liebe Faschingsgemeinde!
Wie Sie sicherlich schon alle festgestellt haben, ist die Faschingszeit in vollem Gange. Nicht nur bei unseren italienischen Freunden, im Zuge des Karnevals von Venedig, oder bei unseren nördlichen Nachbar, zum Beispiel beim traditionellen Kölner Faschingsumzug oder beim großen Karneval in Rio de Janeiro in Übersee, sowie auch bei uns in Österreich, wie etwa beim Villacher Fasching – auf der ganzen Welt wird diese Zeit groß gefeiert.
Auch wir im kleinen, aber feinen Salzburg haben zu Hause unsere Faschingskiste ausgepackt und die unterschiedlichen Kostüme anprobiert. Heuer ist die Wahl auf den traditionellen Marienkäfer gefallen. So glitzernd schön wie die Kostümierungen in Venedig ist unsere nicht, aber egal. Das Outfit sitzt, jetzt stellt sich uns nur noch die Frage, wo führt uns die Faschingsreise heuer hin?!
Wir möchten einmal etwas ganz anderes ausprobieren und es verschlägt uns in das wunderschöne Salzkammergut.
Der eine oder andere kennt diese Region sicherlich von seinen unzähligen, glasklaren Seen, höhenerklimmenden Bergen und Geschichte, wie die von Sissi und Franzl, welche sich dort abgespielt hat.
Aber wir haben uns sagen lassen, dass dort auch rund um die Faschingszeit so richtig viel los ist und es direkt eine Schande ist, nicht einmal im Leben unter den dortigen Feierwütigen gewesen zu sein.
Also wagen wir die Fahrt ins schöne Salzkammergut und sind schon gespannt, was uns erwartet.

Die Fetzenfigur, die den Ebenseer Fasching sympolisiert wird verbrannt
Copyirght: Ebensee – Salzkammergut

Ebenseer Fetzen mit Holzmaske
Copyright: Fotoklub Ebensee

 

Unser erstes Ziel ist das Ausseerland. Dort sollen nämlich am Faschingsmontag und Faschingsdienstag ganz komische Gestalten unterwegs sein. Und ja, wir treffen schon frühmorgens auf die sogenannten Trommelweiber, die mit ohrenbetäubendem Lärm durch die Ortschaften ziehen.
Was Trommelweiber sind? Ja, diese Frage haben wir uns auch gestellt und uns schnell bei einem Einheimischen informiert. „Aha Gäste seid ihr“, stellt er mit Kennerblick fest und schmunzelte als wir ihm unsere Frage stellen. Die Trommelweiber sind gestandene Mannsbilder in altmodischen Frauennachtgewändern, die mit Trommeln und Trompeten den Winter aus dem Ort vertreiben wollen. Der Rhythmus des Ausseer Faschingsmarsches ist während der Faschingstage an allen Ecken und Enden des Ausseerlandes zu hören, erzählt er uns. Voller Faszination stehen wir am Straßenrand und verfolgen das närrische Treiben des ganz besonderen Faschingsgetümmels.

Ausseer Trommelweiber
Copyright: TVB Ausseerland – Salzkammergut

Trommelweiber
Copyright: TVB Ausseerland – Salzkammergut/Zink

Lange verweilen wir aber nicht, denn wir haben ja noch mehr vor. Wir erinnern uns kurz, dass uns der Einheimische „Ausseer“ irgendwas von „Flinserl“ erzählt hat. Was das wohl wieder ist?
Am Faschingsdienstag in Bad Aussee werden wir fündig und wir gesellen uns unter die Besucher des alljährlichen „Flinserlzuges“.
Wir staunen nicht schlecht, als die wunderschön glitzernden Gestalten auf uns zu kommen. Die „Flinserl“ sind die Frühlingsgestalten des Ausseer Faschings. Ihre kostbaren, aufwändig geschmückten Kleider sind aus Naturleinen gefertigt und mit bunten paillettenbesetzten Tuchflecken bestickt. Die prunkvollen Gewänder sollen mit dem Salzhandel aus Venedig nach Bad Aussee gekommen sein, erfahren wir.
Tradition pur, kann man da nur sagen.

Ausseer Flinserl / © TVB Ausseerland – Salzkammergut/Griese

Flinserl zu Fasching in Bad Aussee Copyright: Alpenpost

Wir plaudern mit einem weiteren Faschingsbesucher und er rät uns weiter nach Ebensee zu fahren. Dort sollen die „Fetzen“ unterwegs sein. Wir wundern uns keineswegs, was das wohl wieder sein kann und begeben uns einfach auf die Suche nach der Antwort.
Am Ziel angekommen, werden wir mit dem Narrentreiben redlich mitgerissen. Dort steht zu Fasching nämlich der gesamte Ort im Zeichen des Narrentreibens. Der legendäre Ebenseer Fetzenumzug hat bereits Kultstatus erreicht und wurde sogar als immaterielles UNESCO Kulturerbe ausgezeichnet. In der typischen Fetzenkleidung und mit kunstvoll geschnitzten Holzmasken ziehen die Narren durch Ebensee und feiern bis zum nächsten Morgen. Und wir natürlich mitten darunter.

Nach einer ausgiebigen Faschingsfeiernacht beenden wir in Ebensee unsere „Exkursion“ und stellen beeindruckt fest, dass das Salzkammergut eine wahrhafte Faschingshochburg ist. Wer einmal so richtig „Narr“ sein möchte und in Sachen Feiern ein Ausdauervermögen besitzt, ist hier genau richtig. Faschingsmuffel haben dort nichts verloren, denn nicht umsonst nennen die „Salzkammergütler“ diese Zeit, ihre fünfte Jahreszeit. Es geht sogar so weit, dass der Fasching mancherorts sogar als Nationalfeiertag gefeiert wird. Das ist doch mal was und für uns war es ein tolles Erlebnis.

Eines ist sicher, gelacht wird auf jeden Fall viel und die Nacht wird regelrecht mal zum Tag gemacht. Ausruhen und Schlafen? Nein, das ist während der Faschingszeit im Salzkammergut nicht vorgesehen.
Die Bestätigung liefert uns der Blick auf den Faschingsveranstaltungskalender. Denn da staunt man nicht schlecht, wie viel hier los ist! Eine Veranstaltung jagt die nächste, da bleibt einfach keine Zeit zum Rasten.
Am besten Sie klicken sich selbst durch, wählen die eine oder andere Veranstaltung aus und erleben es selbst mit wie es während dieser Zeit im Salzkammergut zugeht.

Wir wünschen schöne Tage, viel Spaß beim Feiern und wie sagt man in Kärnten so schön „Lei lei“!

Ein Fremdenführer namens Mozart

Ein Fremdenführer namens Mozart

Vor nicht allzu langer Zeit, eines Morgens an unserem Frühstückstisch: Neben duftendem Kaffee und handwarmen Semmeln entfacht plötzlich eine heiße Diskussion. In der Zeitung wird von den vielen Feierlichkeiten in der Stadt Salzburg rund um den Geburtstag von Wolfgang Amadeus Mozart berichtet. Dies ist der ausschlaggebende Punkt, dass sich unsere familiäre Morgenidylle in ein hitziges Wortgefecht verwandelt. Vollen Entsetzens müssen wir nämlich feststellen, dass keiner von uns jemals Mozarts Geburtshaus von innen gesehen hat. Oh Schreck und auch das Wohnhaus von Familie Mozart sind unseren wissbegierigen Augen bisher enthalten geblieben. Das ist doch wohl ein Fauxpas sondergleichen, wenn man bedenkt, dass jährlich tausende Touristen dort ein- und ausgehen und wir als, sogenannte Einheimische, diese Sehenswürdigkeit gar nicht kennen.
Schnell wird der Entschluss gefasst dies sofort zu ändern. Also kommt uns die Idee, einen ganz besonderen Fremdenführer für unsere Sightseeing-Tour zu buchen. Nämlich keinen geringeren als „Wolferl“, also Mozart selbst.
Wie das genau aussehen soll? Einfach selbst einen Tag lang Mozart sein und dort verweilen, wo auch er damals anzutreffen war bzw. jene Sehenswürdigkeiten zu besuchen, die durch ihn entstanden sind. Wir finden, die perfekte Idee ist geboren. Im Handumdrehen sind alle startklar für eine Städtetour der besonderen Art.

Ausstellungsdetail
Copyright: Stiftung Mozarteum – W. Lienbacher

Mozarts Geburtshaus mit Hagenauerplatz
Copyright: Tourismus Salzburg

Den Beginn macht natürlich gleich mal das Geburtshaus von Mozart, welches zu den meistbesuchten Museen Österreichs gehört. Dem wilden Getümmel der Getreidegasse entfliehen wir und treten vor das Haus mit der Nr. 9. Mit einem Schritt ins Gebäude tauchen wir ein in die Welt um 1756 als das kleine Wunderkind von Salzburg das Licht der Welt erblickte. Wie wir erfahren dürfen, wurde dieses Haus zur damaligen Zeit auch das „Hagenauer Haus“ genannt und beherbergte 26 Jahre lang die Familie Mozart in einer Wohnung im dritten Stock. Schon ein komisches Gefühl wenn man so durch die Räumlichkeiten marschiert und bei jedem Schritt feststellt, dass hier auch Mozart einmal gestanden haben muss. Oftmals haben wir sogar das mulmige Gefühl, man kann die Schritte von damals noch heute hören.
Seit 1880 gibt es in diesem Haus, zu Ehren des großen Künstlers, ein Museum, welches die Besucher in Mozarts Zeit zurückversetzt. Die originalen Wohnräume, die historischen Musikinstrumente, sowie originale Urkunde, Briefe und vieles, vieles mehr können wir begutachten und uns ein Bild von seinem Leben machen.
Zu welchen Zeiten das Museum seine Türen offen hat und viele weitere Infos findet man hierMozarts Geburtshaus!

Gefüllt mit lauter Eindrücken rund um die Kindheit von Mozart schlendern wir tiefer in die Altstadt von Salzburg hinein, genauer gesagt heißt unser nächstes Ziel, Brodgasse 13. Schon von weitem kann man das edel gefüllte Schaufenster erkennen. Als wir näher kommen, fällt uns auch die kleine Menschengruppe auf, die sich ganz nahe an das Fenster gestellt hat und deren Blick mit Sehnsucht und Freude erfüllt ist. Anfangs denken wir uns noch nichts dabei, doch als wir dann auch davor stehen und die ganzen leckeren Süßigkeiten erkennen, werden auch unsere Augen ganz groß und das Wasser rinnt uns buchstäblich im Mund zusammen.
Wir stehen also vor dem Café Fürst am Alten Markt, wo seit 1890 die Original Salzburger Mozartkugel in einem aufwendigen Herstellungsverfahren handwerklich erzeugt wird. Wir können einfach nicht anders und stürmen in das Geschäft um uns einer dieser „süßen Verführungen“ zu gönnen. Schon beim ersten Bissen sind wir uns sicher, dass dies eines der größten Highlights unserer Mozart-Tour ist.

Original Mozartkugel – Tunkvorgang
Copyright: Café-Konditorei Fürst

Café Fürst
Copyright: Tourismus Salzburg GmbH – Breitegger G.

Mit dem Geschmack der leckeren Süßigkeit noch im Mund marschieren wir weiter zum Mozartplatz. Dort angekommen sticht uns gleich das große Mozart-Denkmal ins Auge, welches seit 1842 dort wacht. Wir stellen fest, dass uns rund um den Platz noch weitere Verbindungen zu Mozarts Leben erwarten. Das Haus am Mozartplatz 8 erinnert mit einer Plakette an seine Frau Constanze Mozart-Nissen, die dort wohnte. Im Antretterhaus am Mozartplatz 4 ist unter anderem das Institut für Musikwissenschaft der Universität Salzburg untergebracht. Das Stadtpalais gehörte einst der Familie Antretter, die eng mit der Familie Mozart verbunden war.
Sehr spannend, wenn man einmal mit offenen Augen durch die Heimatstadt marschiert und sich auf Entdeckungstour begibt. Doch eines wird uns schön langsam klar, Mozart nimmt doch mehr Zeit in Anspruch als wir anfangs geglaubt hatten.

Friedhof St. Peter
Copyright: Tourismus Salzburg – G. Breitegger

Mozarts Denkmal am Mozartplatz
Copyright: Tourismus Salzburg

 

Voller Tatendrang geht es nach einer kurzen Verschnaufpause im Café Tomaselli am Alten Markt/Ecke Churfürststraße, welches ebenfalls einmal Mozarts Witwe Constanze beherbergte, weiter zum einzigartigen Friedhof St. Peter. Dort befindet sich das Grab von Mozarts Schwester Nannerl. Als wir so vor dem Grab stehen und in uns kehren, gesellt sich ein Mann zu uns, der uns erzählt das auf der rechten Altstadtseite, im Friedhof von St. Sebastian Mozarts Vater Leopold sowie Constanze ihre letzte Ruhe fanden. Wir plaudern noch eine Weile dahin und lauschen seinen interessanten Erzählungen über den Friedhof und seine Geschichten, bis wir uns voller Dank wieder von im verabschieden und den Weg zurück zur Salzach über die Staatsbrücke in Richtung Mozarts Wohnhaus antreten.

Tanzmeistersaal
Copyright: Tourismus Salzburg

Mozarts Wohnhaus am Makartplatz
Copyright: Tourismus Salzburg

Dort angekommen bekommen wir wiederum ganz persönliche Eindrücke in das Leben des Salzburger Künstlers. Aus Platzgründen zog die Familie Mozart von der Getreidegasse in das Tanzmeisterhaus am heutigen Makartplatz um und blieben bis zum Umzug nach Wien dort wohnen. Heute ist die Wohnung von damals ein Museum, welches tagtäglich Gäste, so wie heute uns, begrüßt, die einfach alles über Mozart erfahren möchten.
Auch hier in diesen Räumlichkeiten überkommt uns das Gefühl, als wäre Mozart oder seine Schwester Nannerl uns immer auf den Fersen. Wie ein unsichtbarer Schatten begleiten sie uns durch die Räume. Neben Mozarts Hammerklavier sehen wir viele Originaldokumente und Porträts.
Was das Mozarts Wohnhaus bzw. das Museum noch alles zu bieten hat, kann man hier detaillierter nachlesen.

Schon etwas langsamer, aber trotzdem noch top motiviert begeben wir uns zum letzten Punkt unserer außergewöhnlichen Sightseeing-Erlebnistour, dem Stiftung Mozarteum. Nach einem gefühlten Katzensprung sind wir auch schon da.
Fast majestätisch steht das Gebäude auf seinem Platz und wir sind gespannt was uns hinter den Mauern erwartet. Also keine Zeit verlieren und rein in die gute Stube.
Das Mozarterbe mit der zeitgenössischen Kultur verbinden – diesem Auftrag widmet sich die Stiftung Mozarteum Salzburg seit der Gründung 1842 durch die Bürger der Stadt Salzburg. Wir erfahren, dass die private Non-Profit-Organisation von hier aus Kontakt zu rund 100 Mozartgemeinden weltweit hält. Sie konzentriert sich dabei auf drei Kernbereiche: Konzerte, Museen und Wissenschaft. Das hört sich nach jeder Menge Arbeit an. Unser Blick fällt gleich auf den Veranstaltungskalender, der bis zum Rand mit tollen Konzerten gefüllt ist. Aber auch der Bereich Forschung erweckt unsere Aufmerksamkeit. Seit 2007 arbeitet die Stiftung Mozarteum Salzburg an der kostenlosen Digitalisierung von Mozarts Gesamtwerk als Noten und Audiofiles. Außerdem beherbergt sie eine beeindruckende Autographensammlung sowie die berühmte Bibliotheka Mozartiana – die mit rund 35.000 Titeln umfangreichste Mozart-Bibliothek der Welt.
Man kann also sagen, dass sich die Stiftung Mozarteum zur Aufgabe gemacht hat, den Menschen weltweit das Klassik-Genie von Salzburg in Erinnerung und im 21. Jahrhundert up-to-date zu halten. Einfach spannend!

Grosser Saal im Mozarteum
Copyright: Stiftung Mozarteum – Christian Schneider

Mozarteum Salzburg
Copyright: ISM – Christian Schneider

 

Beeindruckt von der Arbeit rund um das Andenken an Wolfgang Amadeus Mozart beschließen wir kurzer Hand unseren Mozart-Tag mit etwas ganz besonderem abzuschließen. Hoch oben von der Festung Hohensalzburg aus wollen wir unseren Tag ausklingen lassen und unsere ganzen Erlebnisse und Eindrücke verarbeiten. Das Best of Mozart Festungskonzert bildet den würdigen Abschluss dafür und wir genießen bei einem herrlichen Dinner die Musik Mozarts.
Unser Tipp: Einmal eines der vielen Konzerte rund um das Phänomen Mozart besuchen & sich in die Vergangenheit zurückversetzen. Den prallgefüllten Konzertkalender findet man hierMozart-Konzerte in Salzburg

Nachdem unsere „Bäuchlein“ gefüllt sind, treten wir mit schweren Füssen und müden Augen die Heimreise an. Wir durften einen ganz besonderen Tag mit „Mozart“ erleben und wünschen allen, die unserer Idee folgen, viel Spaß und viele spannende Momente.
PS: Für jene, die lieber eine geführte Rundfahrt machen möchten – hier gibt es ein tolles Angebot – Mozart City Tour

 

Geschichtenerzähler: Pflasterstein

Geschichtenerzähler: Pflasterstein

Heute stand wieder einmal ein gemütlicher Stadtbummel in Salzburg auf dem Programm. Getragen von der Besuchermenge schlenderten wir durch die Altstadt, vorbei an diversen Sehenswürdigkeiten und blieben vor unzähligen Schaufenstern mit ihren wunderschön zur Schau gestellten Waren stehen. Unsere Augen erhaschten so einiges und wir waren der festen Überzeugung, es sei ein Einkaufsspaziergang wie gewöhnlich!
Aber als an einer Stelle unser Blick plötzlich tiefer schlitterte und etwas kleines, glänzendes am Boden entdeckte, nahm der Tag einen ganz anderen Lauf.

Es war das kleine Bärengässchen in Mülln, welches uns eine neue Geschichte über die Stadt und ihre Bewohner erzählen wollte. Unzählige Male haben wir diese Strecke schon passiert, aber noch nie ist uns dieser kleine Pflasterstein aufgefallen. Heute, an jenem Tag, brachte ein Sonnenschein das Monument zum Glitzern und erregte unsere Aufmerksamkeit.
Wir nähern uns dem glänzenden Ding und können schön langsam erkennen, dass es sich hierbei um eine Messingtafel handelt, die im Boden einbaut wurde. Als die Sonne ihren Glanz minderte, konnten wir folgendes darauf lesen: „Ida Petermann, geboren 1939, am 14. Jänner 1944 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet.“

Ein eiskalter Schauer lief uns über den Rücken als uns bewusst wurde, dass es sich hierbei um Gedenktafeln handelte. Noch nie zuvor war uns diese Tafel aufgefallen und wir durchwühlten unser Gedächtnis, ob man davon schon mal etwas gelesen oder gehört hatte.
Es müssen einige Minuten gewesen sein, die wir völlig in uns gekehrt und nachdenklich vor diesem „Stein“ gestanden sind, als plötzlich die Tür des Hauses vor uns geöffnet wurde und ein Herr herauskam. Er sah uns ein wenig verwundert an und senkte ebenfalls seinen Blick zu Boden. Als er seinen Kopf wieder hob, fragte er uns, ob wir nicht wüssten um was es sich hierbei handelte? „Nein“, sagten wir im Duett und so begann er uns zu erzählen.

Steine, die Geschicht erzählen – Stolpersteine Salzburg
Copyright: knaro.at

Stolpersteine der Stadt Salzburg
Copyright: knaro.at

Diese quadratischen Steine aus Messing sollen an die Vertreibung und Vernichtung von Juden, von Roma und Sinti, von politisch Verfolgten, von Homosexuellen, von Zeugen Jehovas und von Euthanasieopfern im Nationalsozialismus erinnern und wurden vor den letzten Wohnhäusern und Wohnungen der Genannten in den Asphalt von Gehsteigen oder Plätzen eingelassen. Furchtbare Einzelschicksale, die sich inmitten der Gesellschaft abgespielt haben – damals, vor noch gar nicht langer Zeit. Er erklärte uns, dass dies sogenannte Stolpersteine sind und einfach ein Symbol gegen das Vergessen sein sollen.
Voll Mitleid und Stille lauschten wir seinen Erzählungen und wurden in die schreckliche Vergangenheit zurückversetzt.

Ins Leben gerufen wurde diese Offensive gegen das Vergessen 1992 in Köln, von dem deutschen Künstler Gunter Demnig. 1997 begann das Stolperstein-Projekt größere Kreise zu ziehen, als die ersten zwei Steine mit amtlicher Genehmigung verlegt wurden – und zwar in Sankt Georgen bei Salzburg. Zehn Jahre später folgten die ersten Stolpersteine an sieben Stellen in der Stadt Salzburg. Heute sind es 356 quadratische Steine, die an die Opfer des Nationalsozialismus erinnern – und jedes Jahr werden vom Personenkomitee „Stolpersteine Salzburg“ weitere Steine verlegt. Über die Grenzen Österreichs hinaus gibt es rund 56.000 Stolpersteine – in 20 Ländern. Das Projekt Stolpersteine ist damit zum größten dezentralen Mahnmal der Welt angewachsen. Und Salzburg machte vor genau 20 Jahren den Anfang.

Mit großer Dankbarkeit verabschiedeten wir uns von dem Mann und gingen ein paar Schritte weiter, als wir vor Nachdenklichkeit wieder stehen blieben. Trauer und Hass überkam uns. Warum haben wir von diesen Pflastersteinen noch nie etwas gehört?
Kurzer Hand beschlossen wir unsere Shopping-Tour zu beenden und uns auf die Suche nach weiteren Stolpersteinen zu machen. Der Weg führte uns vom Bärengässchen, hinüber in die Neustadt, in die Franz-Josef-Straße, wo wir unter anderem die Schicksalsdaten von Emilie Fischer in Messing graviert fanden. Am Max-Ott-Platz fielen uns noch drei Steine auf. Einer davon trägt den Namen von Andreas Rehrl, Jahrgang 1899. Er starb beim Bombenentschärfen, einer Zwangsarbeit, am 17. November 1944.

Projekt „Stolpersteine“ in Salzburg
Copyright: knaro.at

Erinnerungen an die Vergangenheit – Stolpersteine Salzburg
Copyright: knaro.at

Wir schlenderten weiter und fragten uns, ob wir an einer Parkbank Halt machen sollten, um das Erlebte ein wenig zu verarbeiten. Am Ufer der Salzach fanden wir ein schönes Plätzchen und setzten uns.
Unser Gespräch drehte sich einzig und alleine nur um diese Steine, über die Schicksale, über die Geschichte. Das Projekt Stolpersteine und die Menschen, die sich dafür einsetzen haben es geschafft, dass man wieder darüber redet und es uns wieder in das Bewusstsein kommt.
„Ein Mensch ist erst vergessen, wenn sein Name vergessen ist“ heißt es im Talmud, einem der bedeutendsten Schriftwerke des Judentums.
Mit diesem positiven Gedanken beendeten wir unsere „Reise“ und kehrten wieder in die Gegenwart zurück.
Aber eines haben wir gelernt. Bei unseren nächsten Spaziergängen werden wir ab jetzt immer wieder auf den Asphalt blicken, die Namen lesen. Uns erinnern. Gegen das Vergessen.

Wenn Sie mehr über das Projekt Stolpersteine erfahren möchten, finden Sie alle Infos unter www.stolpersteine-salzburg.at