Stille Nacht, heilige Nacht

Schon seit geraumer Zeit lachen uns aus den Regalen der Kaufhäusern Weihnachtsmänner und das Christkind entgegen. Da stellt sich doch glatt die Frage: „Sind wir den etwa schon wieder auf der Suche nach einem passenden Christbaum?“ Nein, noch lange nicht!
Doch überlegen wir mal, in wenigen Wochen öffnen die ersten Adventmärkte ihre Pforten und machen Lust auf Glühwein und Maroni.
Und was ist genau heute, 24.10. in 2 Monaten? Der Heilige Abend – 24.12.
Das gibt es doch gar nicht. Doch, die „angeblich“ stillste Zeit im Jahr ist im Anmarsch.

Riechen Sie nicht schon den Duft von frischgebackenen Keksen in der Luft oder haben Sie im Radio etwa noch kein Weihnachtslieder gehört? Noch nicht, aber bald wird es los gehen!

Aprobo Weihnachtslieder – wussten Sie eigentlich, dass das berühmteste Weihnachtslied der Welt im Salzburgerland seinen Ursprung hat?
Summt man die Melodie egal auf welchem Fleck der Erde, kennt es bestimmt ein jeder. Stille Nacht, heilige Nacht.

Aus der Feder des Salzburger Pfarrers Joseph Mohr wurde das ursprüngliche Gedicht im Jahr 1816 in Mariapfarr im Lungau auf Papier gebracht. Zwei Jahre später komponierte der oberösterreichische Lehrer Franz Xaver Gruber die Melodie und genau am Heiligen Abend 1818 wurde das Lied in Oberndorf uraufgeführt.
Ob sich die Leute damals schon bewusst waren, dass dieses Lied, welches eigentlich als Hoffnungsschein in der damaligen schweren Not dienen sollte, zu einem der berühmtesten Weihnachtslieder auf der ganzen Welt werden wird? Eher kaum.

Interessierte Gäste und Besucher können sich auf die Spuren machen: Die Reise führt nach Mariapfarr in den Lungau, nach Wagrain in den Pongau und nach Hintersee in den Flachgau, wo Joseph Mohr als Pfarrer tätig war. Nach Arnsdorf und Oberndorf im Salzburger Flachgau, wo er den Lehrer und Komponisten Franz Xaver Gruber kennen lernte sowie nach Hallein und in die Stadt Salzburg.
Jeder dieser Orte erzählt einen Teil der Geschichte rund um die Entstehung des Liedes. Hier ein kleiner Überblick, was es wo zu erkunden gibt:

  • Arnsdorf: Schulhaus und Wirkungsstätte von Franz Xaver Gruber, Museum und Wallfahrtskirche mit Glockenspiel
  • Oberndorf: Gruber-Mohr-Gedächtniskapelle am Ort der Welturaufführung des Liedes, Stille-Nacht-Sonderpostamt, Stille-Nacht-Museum im Bruckmannhaus
  • Mariapfarr: Stille-Nacht-Museum mit Weihnachtskrippe, rekonstruierte „Mohr-Stube“ und Wallfahrtskirche
  • Wagrain: Joseph-Mohr-Gedächtnisorgel in der Pfarrkirche, Stille-Nacht-Raum im Waggerl-Haus und das Grab von Joseph Mohr
  • Hallein: Stille-Nacht-Bezirk mit Museum und Gruber-Grab an der Stadtpfarrkirche
  • Hintersee: neu errichtet Stille-Nacht-Kapelle, Priestergewand, sowie einige Oringialexponate aus der Priesterzeit von Joseph Mohr

Nähere Infos zum Stillenachtland Salzburg, sowie den vielzähligen Veranstaltungen rund um das Thema, finden Sie unter den jeweiligen Links.

Zum Ausklang:
Schließen Sie kurz die Augen und vergessen Sie die Welt um sich. Lauschen Sie einfach diesem Lied. Der Alltagsstress macht Platz für Stille & dem Gefühl von Ruhe. Man fühlt sich geborgen. Vor dem inneren Auge taucht bei jedem ein anderes Bild auf: strahlenden Kinderaugen beim Anblick des festlich geschmückten Christbaumes, die flackernde Flamme einer hell leuchtenden Kerze, die ersten Schneeflocken. Schon nach wenigen Minuten des Zuhörens ist man innerlich ruhig & stimmt sich so richtig auf die besinnliche Zeit ein, weit abseits von Hektik und Weihnachtstrubel.

2018-11-26T21:30:39+00:00Oktober 24th, 2018|

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